Willkommen beim Schweizer Atlas der Gesundheitsversorgung

«Der Versorgungsatlas liefert eine einfache, intuitiv interpretierbare Visualisierung regionaler Unterschiede in der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. Er ist eine relevante Grundlage für die Versorgungsforschung sowie für die zuständigen Behörden im Hinblick auf die Planung und Steuerung einer bedarfsgerechten Versorgung.
Der aktuelle Versorgungsatlas ist in die Jahre gekommen. Das bestehende minimale Indikatorenset zu stationären Behandlungen wird aktuell überprüft und erweitert. Dazu wurde das Projekt «Relaunch Versorgungsatlas» ins Leben gerufen. Die Federführung hat das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG). Eine wichtige Rolle spielt die breit abgestützten Begleitgruppe mit Mitgliedern aus Wissenschaft und Praxis. In Zukunft soll im Versorgungsatlas die akutstationäre Versorgung möglichst breit abgebildet und der ambulante Bereich miteinbezogen werden. Die auch technisch überarbeitete Version des Atlas mit über 100 Indikatoren wird voraussichtlich im ersten Quartal 2023 publiziert und in der Folge regelmässig mit den neusten Zahlen aktualisiert werden. Bei Fragen zum Projekt oder zum Versorgungsatlas im Allgemeinen wenden Sie sich an reto.joerg@bfs.admin.ch


Der Versorgungsatlas bildet gegenwärtig rund 30 der häufigsten stationären Behandlungen in den Schweizer Akutspitälern ab. Einige Bereiche wie Orthopädie oder Kardiologie sind darin bereits gut vertreten, während andere Bereiche noch ausstehend sind. Der Grund hierfür liegt in der Methodik dieses Atlas. Die Versorgungslandschaft wird nicht nur kantonal abgebildet, sondern zusätzlich nach Spitalregionen gegliedert. Spitalregionen variieren stark nach Einzugsgebiet der Spitäler und deren jeweiligen medizinischen Angeboten. Jeder Leistungsbereich erhält also eine eigene Regionalisierung, gänzlich unabhängig von Kantonsgrenzen. Gegenwärtig sind es je nach Bereich zwischen 19 und 61 Regionen.

Der hier vorliegende Atlas soll künftig fortlaufend erweitert und aktualisiert werden. Dabei werden wir nicht nur zusätzliche Behandlungen einschliessen, sondern in Zusammenarbeit mit Fachleuten auch vertiefte Analysen in unterschiedlichen medizinischen Disziplinen bieten. Ziel ist, in den folgenden Jahren mithilfe des Atlas das schweizerische Gesundheitswesen systematisch zu dokumentieren. 

Das Projekt

Das Projekt „Versorgungsatlas“ wurde von der Gottfried und Julia Bangerter-Rhyner-Stiftung im Rahmen des Förderprogramms „Versorgungsforschung“ der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) unterstützt. Der Atlas entstand in Zusammenarbeit des Institutes für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) der Universität Bern mit dem Schweizerischen Gesundheitsobservatorium (Obsan).